Eiche Moebe, Moebel aus Eiche
Massivholz - natürlicher Werk- und Wertstoff
Holz ist kein uniformer oder homogener Werkstoff; jeder Baum, jedes Stück Massivholz hat seine eigenen, unverwechselbaren Merkmale. Somit haben insbesondere Möbel aus Massivholz besondere Ursprungszeichen. Charakteristisch für diesen naturgewachsenen Werkstoff sind Farb- und Strukturunterschiede, Verwachsungen, Unregelmäßigkeiten, Druckstellen, Äste, Harzgallen, Haar- und Kreuzrisse und Spannungen (Drehwuchs), die je nach Holzart und Wuchsgebiet unterschiedlich sind. Es sind Echtheitsmerkmale, die dem Holz erst die natürliche Schönheit verleihen und jedes Stück Möbel zu einem Unikat werden lassen.
Auf schwankende Raumtemperaturen und Luftfeuchtigkeit - auch jahreszeitenbedingt - reagiert Holz. Es "arbeitet". Spannungen im Holz sowie ein Verziehen des Holzes sind daher nicht immer auszuschließen. (Empfehlung der Stiftung Warentest: Durchschnittliche Jahrestemperatur 18 - 21° C und 45 - 55 % relative Luftfeuchtigkeit.) Sonne und Licht verändern im Laufe der Zeit und je nach Standort der Produkte die Struktur und Farbe des Holzes.
Um die Stabilität zu verbessern, werden so genannte Leimholzplatten als Basis für Massivholzmöbel genutzt. In einem aufwändigen Produktionsverfahren werden einzelne Lamellen mit Leim (gem. DIN 68602) an Kopf und/oder Seite zusammengesetzt. Diese Lamellen können in Breite und Länge innerhalb einer Platte farb- und maßlich unterschiedlich sein. Es ist handelsüblich, holzbedingte Fehler durch Ersetzen von Astspots und/oder Lamellos zu beseitigen.
All die vorgenannten Merkmale sind ein Beweis des natürlichen Ursprungs und geben keinen Anlass zu Beanstandungen. Funktion, Gebrauch, Wert und Haltbarkeit dieser Möbel werden dadurch nicht beeinträchtigt.
VORSICHT BEI NEUBAUTEN!!! Die Wände von Neubauten sind direkt nach der Fertigstellung oft noch sehr feucht. Damit sich hinter den Möbeln keine Feuchtigkeit staut, rücken Sie die Möbel besser zu Anfang um mindestens 10mm von der Wand ab und lüften Sie viel. Sie vermeiden damit Verzug am Möbel. 
Die wichtigsten Massivhölzer 
 Ahorn
Bergahorn zählt zu den hellsten heimischen Holzarten. Bei alten Bäumen kann es zu farblich abgesetzter fakultativer Kernbildung kommen. Trotz fast weißer Grundfärbung können Hölzer vom gleichen Stamm einen Hell-Dunkel-Kontrast aufweisen, der infolge unterschiedlicher Reflexion von Licht entsteht und vornehmlich zwischen gestürzten Furnieren oder Hölzern zu beobachten ist. Verursacht wird dies durch eine von der Schnittebene abweichende Faserrichtung. Auf Tangentialflächen sind die rötlichen oder blassbraunen Spindeln der zahlreichen Holzstrahlen mit bloßem Auge erkennbar und beleben das Bild. Auf Radialflächen beeinflussen die Spiegel der Holzstrahlen, ähnlich jenen der Buche, aber feiner, das Holzbild. Für alle Ahornarten ist das häufige Vorkommen einer Wuchsausprägung mit welligem Faserverlauf charakteristisch. Dies führt zum speziellen optischen Effekt der Riegelungstextur. Die besonders wertvolle Vogelaugentextur findet sich nur beim Zuckerahorn.
Alle Ahornhölzer sind gut messer- und schälbar und die Biegefähigkeit ist bei geradfaserigem Wuchs allgemein gut. Besonders Bergahorn eignet sich zum Fräsen, Drechseln, Bohren und Schnitzen. Sein Holz lässt sich gut beizen und allen sonstigen Oberflächenbehandlungsverfahren unterziehen. Bei der Trocknung ist eine längere Feuchtehaltung bei höheren Temperaturen zu vermeiden, da es zu unerwünschten Verfärbungen kommen kann.
 Buche
Die Buche ist in Deutschland eines der bedeutendsten Nutz- und Industriehölzer und mit einem Anteil von fast 20% die mit Abstand wichtigste einheimische Laubholzart.
Die Buche bildet gerade, vollholzige und langschäftige Stämme mit (fast) astfreien Längen bis zu 15m. Als mittelgroßer bis großer Baum erreicht die Buche zwischen 30m und 35m Höhe.
Als sogenannter Kernholzbaum zeigt die Buche eine unregelmäßige Farbkernbildung, die von einheitlicher blassgelblicher bis rötlichweißer Färbung gehen kann.  Rotkernbuche
Massivholzmöbel besitzen durch den natürlichen Rohstoff Holz sehr unterschiedliche Gesichter. In ganz besonderer Weise gilt dies bei der rotkernigen Buche.
Ab einem Alter von ca. 100 bis 120 Jahren kann bei Buchen ein holzspezifischer Prozess einsetzen, bei dem Reservestoffe durch eindringenden Sauerstoff in farbige Inhaltsstoffe umgewandelt werden. Aus dieser Umwandlung entsteht dann der rote Kern, der dieses Holz so einzigartig macht.
Diese Farbvariation demonstriert somit eindrucksvoll das Wachstum dieses Holzes über viele Jahre und Jahrzehnte. Zugleich verleiht sie dem Holz einen lebendigen und individuellen Charakter.
Die heimische Rotkernbuche vereint die technischen Eigenschaften der Buche mit einmaliger und ausgefallener Schönheit. Die Verarbeitung dieses Holzes lässt Möbelstücke von der selben Bauart mit komplett unterschiedlichen „Gesichtern“ entstehen. Jedes für sich ein Unikat der Natur. Möbel aus rotkerniger Buche können mit ihrer warmen Anmut und schönen Zeichnung in jedem Wohnraum ansprechende Akzente setzen.  Birke
Die Birke bietet den Menschen seit Jahrtausenden mit Rinde, Holz, Zweigen und Blättern die Grundstoffe für zahlreiche nützliche Zwecke. Nicht unwesentlich dürfte jener als wasserfestes Klebemittel aus dem Teer der Rinde sein, das bereits zur Jungsteinzeit beste Dienste leistete.
Es ist ein besonders zähes, elastisches Holz. Jede Bearbeitung wie Hobeln, Fräsen, Drechseln, Schnitzen, Messern und Schälen ist sauber durchführbar. Birkenhölzer lassen sich überdies gut biegen. Lediglich eine Verleimung wird durch die dichte Oberfläche etwas erschwert.
Birkenholz mit welligem Faserverlauf ist für Edelfurniere gesucht. In den nordischen Ländern wird Birkenholz in großem Umfang zu Sperrholz verarbeitet. Im Möbelbau wird das Holz nicht selten in verschiedensten Farbtönen verwendet, da es sich leicht einfärben lässt.
Aufgrund gestiegener Nachfrage tritt die früher wenig geschätzte Holzart heute wieder mehr ins Bewusstsein. Als typische Lichtbaumart wächst die Birke anfangs rasch, ist aber mit einem Höchstalter von 120 Jahren relativ kurzlebig.
 Eiche
Die einheimische Eiche ist mit einem Anteil von ca. 8% an der deutschen Gesamtwaldfläche nach der Buche die wichtigste einheimische Laubholzart. Zugleich zählt sie zu den wertvollsten Holzarten.
Eichen sind äußert langlebig und gehören zu den am ältesten werdenden einheimischen Bäumen. Ein Alter von 500 bis 800 Jahren ist für diese Baumart nicht ungewöhnlich.
Vielfach als der klassisch deutsche Baum empfunden, genießt die Eiche wieder eine immer stärker werdende Bedeutung. War die Eiche früher mit „rustikal“ und „dunkel“ behaftet, so ist es heute ein heller, moderner Werkstoff.  "Wild"-Eiche
Die Bezeichnung Wildeiche oder auch Asteiche ist ein Kunstwort. Es handelt sich dabei nicht um eine spezielle Holzart oder eine Sonderart einer Eiche. Vielmehr dient diese Bezeichnung dazu, deutlich zu machen, dass es sich um eine besondere Sortierung der Eiche handelt.
Es werden die Bäume ausgesucht, die möglichst viele Äste haben und insofern am Waldesrand oder in schattigen Lagen wachsen.
Warentypische Eigenschaften der Wildeiche sind Äste (viele und in unterschiedlichen Größen und Ansammlungen) und Farbunterschiede.
 Erle - red alder
Die Erle oder besser die meist im hochwertigen Möbelbau verwendete Red Alder wächst entlang der Pazifikküste Nordamerikas; die Verbreitung reicht im Süden bis weit nach Kalifornien hinein und im Norden über Kanada fast bis nach Alaska. Jedoch erstreckt sich das Vorkommen nur auf einen ca. 70 km breiten Streifen von der Küste bis zur Bergkette auf einer Höhe von ca 1.500 m über NN. Der Baum gedeiht am Besten auf tiefgründigem Boden, besonders auch an Flussufern. Als Einzelbaum steht er in Gesellschaft mit anderen Laub- (Ahorn, Pappeln, Weiden) und Tannenhölzern (Fichte, Hemlock, Douglasien).
Red Alder ist ein mittelgroßer, gerader, tiefverwurzelter Baum. Er erreicht gewöhnlich nur eine bescheidene Höhe von nur 9 - 18 m bei eine Stammdurchmesser von 30 - 60 cm.
Frischgeschnittenes Erlenholz hat eine blasse Farbe, bei Einwirkung von Luft und Licht nimmt es jedoch eine leuchtend orangebraune Färbung an. Das Holz ist fein strukturiert, weist aber keine ausgeprägte Zeichnung auf. Der Kern unterscheidet sich kaum vom breiten, helleren Splintholz.
Die Red Alder ist gegenüber der europäischen Erle wesentlich feinwüchsiger, fast frei von Einläufen und Markröhren und farblich gesehen im Gesamtbild gleichmäßiger.  Esche
Die Esche ist ein Kernreifholzbaum. Die im Frühholz gebildeten großen Gefäße sind mit bloßem Auge sichtbar. Zusammen mit der hellen Farbe erleichtern sie die Identifikation. Allgemein besteht farblich kein Unterschied zwischen Kern- und Splintholz.
Für den Wagenbau war das feste und doch elastische Eschenholz ideal, was sich bis in die ersten Automobilkarosserien fortsetzte, aber, wie in der Skiproduktion, längst von anderen Materialien abgelöst wurde. Und wer erinnert sich noch an die hölzernen Bänke der Eisenbahnen mit der ergonomischen Sitzkurve? Geblieben ist die Attraktivität des hellen Holzes für hochwertige Möbel.
Besonders schöne Effekte, kann man mit der stark strukturierten "Kernesche" setzten, aber auch ruhige gleichmäßige Furniere sind möglich.
 Kirsche 
Die kirschrote Farbe der Früchte und ihr süßer Geschmack evozieren Assoziationen zu Lust, Liebe und Genuss – nicht zuletzt zum Verbotenen. Daher schmecken, wie der Volksmund meint, stibitzte Kirschen am besten. Nicht wenig von dieser sinnlichen Kraft scheint auch im rötlich-goldbraunen Holz zu schlummern, das für Wohnlichkeit und Wärme steht.
Das feine Edelholz motivierte Gestaltende seit Biedermeier- und Jugendstilzeit immer wieder zu eleganten, formschönen und nicht zuletzt bequemen Möbeln.
Das Holz ist mit allen Werkzeugen und nach sämtlichen Verfahren gut zu bearbeiten. Wegen seiner homogenen Struktur sind äußerst glatte Oberflächen erzielbar. Kirschholz wird massiv und als Furnier verwendet und gilt als Klassiker unter den Möbelhölzern, es war das beliebteste Möbelholz der Biedermeierzeit.  Nuss
Der europäische Walnussbaum wurde in römischer Zeit in den Mittelmeerländern verbreitet und gelangte so auch in unsere Breiten. Heimisch ist er in Weinbaugebieten als Flurholz. Er steht in Gärten, an Wegrändern und ist auch ein beliebter Hofbaum.
Der Baum hält Mücken und Fliegen fern, weshalb er als Hofbaum wie auch als Schattenspender im Garten geschätzt wird. Ebenso schützen Schränke und Truhen aus dem gerbstoffreichen Holz den Inhalt vor Motten. Allerdings fordert das wertvolle und wegen Farbe und Zeichnung attraktive Holz eine ebenso hochwertige Gestaltung und gediegene Ausführung, sonst wäre es schade um das Material.
Das Holz lässt sich gut, wenn auch nur langsam trocknen. Es ist sehr gut zu bearbeiten, zu beizen und polieren.Eine häufig im Möbelbau verwendete Art, stellt die Amerikanische Schwarznuss dar.
Seit Jahrhunderten gehört Nussbaumholz zu den gesuchtesten Hölzern für die Verarbeitung zu Möbeln und zum Sägen oder Messern von Furnieren. Das Holz des Walnussbaums ist daher auch teurer als das der meisten anderen heimischen Edelhölzer.
 Initiative PRO MASSIVHOLZ
Für weitere Informationen empfehlen wir die Internetseite der INITIATIVE PRO MASSIVHOLZ 

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